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Computerspiele 1 EINLEITUNG Computerspiele, Form der Videospiele, die im Unterschied zu Konsolenspielen auf einem Personal Computer (PC) gespielt werden.

Publié le 22/06/2013

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Computerspiele 1 EINLEITUNG Computerspiele, Form der Videospiele, die im Unterschied zu Konsolenspielen auf einem Personal Computer (PC) gespielt werden. 2 HARDWARE Computerspiele werden fast ausschließlich auf handelsüblichen PCs gespielt. Die Spielsteuerung erfolgt entweder über Tastatur und Maus, bei Action- oder Geschicklichkeitsspielen zumeist mit Hilfe eines Joysticks oder Joypads und bei Simulationen wie der Software für einen Flugsimulator auch mit imitierten Steuerknüppeln oder Lenkrädern. Ein Spieler muss in der Regel zunächst die für das Spiel benötigte Software auf seinem PC installieren. Die Software war in der Anfangszeit auf Kassetten oder Disketten gespeichert, heute dienen als Speichermedien überwiegend CD-ROMs oder DVDs. Für manche Spiele muss der Rechner mit bestimmten Erweiterungskarten ausgestattet werden, z. B. 3-D-Grafikkarten oder Soundkarten. So genannte Browserspiele können auf einem internetfähigen PC gespielt werden, ohne dass zusätzliche Software installiert wird; oft ist dabei eine Teilnahmegebühr fällig. Eine besondere Variante der Computerspiele sind Onlinespiele, bei denen der Spieler nach der Installation der entsprechenden Software über einen Server mit beliebig vielen Mitspielern interagieren kann, deren Computer miteinander vernetzt sind. Die wachsende Bedeutung von Online- und Konsolenspielen führt seit 2000 zu sinkenden Verkaufszahlen bei herkömmlichen PC-Spielen. 3 SPIELINHALTE Computerspiele werden nach ihrem Inhalt und ihrer Steuerung in eine Vielzahl von unterschiedlichen Genres unterteilt, die im Verlauf eines Spiels jedoch auch (als ,,Spiel im Spiel") wechseln können. Da die Übergänge zwischen den Genres fließend verlaufen und ihre Bezeichnungen zudem unter Herstellern und Rezensenten nicht einheitlich sind, können die Spiele nur grob kategorisiert werden. 3.1 Actionspiele Actionspiele erfordern vor allem Reaktionsschnelligkeit und Geschicklichkeit im Umgang mit der Steuerung. Zu dieser Kategorie gehören u. a.: Action-Adventures, die oft in einer Phantasiewelt spielen und bei denen der Spieler eine Figur steuert, die Rätsel lösen und gegen vom Computer gesteuerte Figuren kämpfen muss; Ego-Shooter, bei denen der Spieler in einer dreidimensionalen, aus der Ich-Perspektive (,,Ego") gezeigten Welt zumeist mit Schusswaffen gegen andere Figuren kämpft; Plattformspiele (auch Jump-'n'-Run-Spiele genannt; englisch jump: springen; run: laufen), bei denen sich die Spielfigur springend, laufend und anderen Figuren oder Hindernissen ausweichend durch verschieden gestaltete Szenarien bewegt. 3.2 Strategiespiele Strategiespiele stellen komplexe Aufgaben, die strategisches und taktisches Denken seitens des Spielers erfordern. Sie haben eine längere Spieldauer und werden oft online gegen andere Mitspieler gespielt. Man unterscheidet rundenbasierte Strategiespiele und Echtzeitstrategiespiele. Bei Ersteren planen die Spieler ihre Züge, die nach Ablauf eines Zeitlimits, oder sobald alle Mitspieler ihre Zugauswahl getroffen haben, vom Computer umgesetzt werden. Echtzeitstrategiespiele laufen in Echtzeit ab, d. h., alle Teilnehmer agieren gleichzeitig, und die Spielzüge werden vom Computer unmittelbar verarbeitet. Diese Spiele verlangen eine besonders schnelle Planung und sehr flexibles Handeln. Mit der beschleunigten Übertragungsgeschwindigkeit vieler Internetanschlüsse und der weltweiten Verbreitung des Internets können populäre Strategiespiele online von Spielern aus aller Welt gegeneinander gespielt werden. 3.3 Sportspiele und Simulationen Bei Sportspielen handelt es sich um Simulationen echter oder erfundener Sportarten, d. h., die Spieler spielen am Computer nach denselben Regeln wie die Teilnehmer eines sportlichen Wettkampfs in der Realität oder nach erfundenen Regeln. Manche Simulationen beschränken sich nicht nur auf das sportliche Geschehen - also das Geschick im Umgang mit der Spielsteuerung -, sondern umfassen auch die planerische Rolle eines Sporttrainers oder -funktionärs als Koordinator einer Mannschaft oder Manager eines Sportvereins (,,Managerspiel"). Neben Sport- und Wirtschaftssimulationen erfreuen sich vor allem Kriegs-, Flug- und Autorennsimulationen großer Beliebtheit. Eine Mischform von Strategie- und Simulationsspielen stellen die Umsetzungen von Brettspielen oder Kartenspielen wie Schach, Mah-Jongg oder Skat dar. 3.4 Adventure- und Rollenspiele Im Mittelpunkt von Adventure- und Rollenspielen steht eine komplexe Handlung, meist eine Abenteuergeschichte, deren Ablauf durch die Aktionen des Spielers bestimmt wird. Im Spiel gibt es in der Regel viele unterschiedliche Wege, um das Abenteuer erfolgreich zu bestehen; eingeschlossen in den Ablauf sind meist Actionelemente, zu lösende Rätsel und die Kommunikation mit bzw. der Kampf gegen andere Figuren, die vom Computer gesteuert werden. Als Rollenspiel wird ein Spieletypus bezeichnet, bei dem der Spieler eine Figur und deren Aktionen steuert, die gemeinsam mit anderen Figuren ein Abenteuer zu bestehen hat. Der Computer fungiert bei dieser Art Spiel als Spielleiter, der Handlungen der Spielfiguren entsprechend den Spielregeln belohnt oder bestraft. Die Eigenschaften und Fähigkeiten der Spielfiguren entwickeln sich mit fortschreitendem Spielverlauf, z. B. verbessern Figuren ihre Geschicklichkeit im Kampf oder ,,lernen" andere Fertigkeiten, die zur Lösung des Spiels nötig sind. 3.5 Multiplayerspiele Mehrspieler- oder Multiplayerspiele werden von zahlreichen Spielern gleichzeitig via Netzwerkverbindung - über ein Lokales Netz (LAN) oder das Internet - gespielt. Theoretisch können Spiele fast aller Art in diese Kategorie fallen, als besonders erfolgreich haben sich jedoch die Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele (englisch Massive Multiplayer Online Role Playing Game; MMORPG) erwiesen, die oft in einer Fantasywelt spielen. Das im November 2004 veröffentlichte MMORPG World of Warcraft zählte Anfang 2007 mit mehr als acht Millionen registrierten Spielern zu den erfolgreichsten Spielen dieser Art. 4 GESCHICHTE 4.1 Anfänge Als erstes Computerspiel gilt das 1958 von dem US-amerikanischen Physiker William A. Higinbotham entwickelte Tennis for Two, bei dem zur visuellen Darstellung ein Oszilloskop verwendet wurde. 1962 programmierte eine Gruppe von Computerpionieren am Massachusetts Institute of Technology für den ersten Minicomputer PDP-1 das Weltraumkampfspiel Space War!, bei dem zwei Mitspieler gegeneinander antreten konnten. Der Computerpionier Nolan Bushnell gründete 1972 die Firma Atari, die sich als erste auf die Produktion und den Vertrieb von Automaten- und Videospielen konzentrierte. Das von Atari im selben Jahr veröffentlichte, dem Tischtennis ähnelnde Spiel Pong markierte den Beginn eines weltweiten Booms von Videospielen. Da Computer zu dieser Zeit noch zu groß und teuer für Privatpersonen waren, erschienen die Spiele in Form von öffentlich aufgestellten Münzspielautomaten oder als Konsolenspiele. Bis Ende der siebziger Jahre wurden erste Adventurespiele programmiert; anfangs konnten die Spieler während des Spiels lediglich Text eingeben, Ende des Jahrzehnts wurden erstmals auch graphische Elemente ins Spiel integriert. Neben Pong zählten das Textadventure Zork (1977) und das Weltraumkampfspiel Space Invaders (1978) zu den populärsten Computerspielen der siebziger Jahre. 4.2 Anstieg der Popularität in den achtziger und neunziger Jahren Die Initialzündung zum weltweiten Siegeszug von Computerspielen war 1982 die Veröffentlichung des ersten für den Heimgebrauch tauglichen Computers, des Commodore C64. Der 8-Bit-Computer wurde wegen seines vergleichsweise geringen Preises und seiner Spiel- und Programmiermöglichkeiten in kurzer Zeit insbesondere unter Jugendlichen überaus populär. Schätzungen zufolge erschienen für den C64 insgesamt mehr als 17 000 Spiele, die zunächst auf Kassette, später auf Diskette vertrieben wurden. Zur Verbreitung des C64 trug entscheidend die Möglichkeit bei, dafür ausgelegte Spiele ohne großen Aufwand kopieren zu können. Für den C64 und seinen Nachfolger, den 1987 erschienenen Commodore Amiga, wurden zahllose neue Spiele entwickelt, deren Spielideen und -prinzipien bis heute als Grundlage für neue Computerspiele dienen. Zu den Klassikern unter den Computerspielen der achtziger Jahre zählen das Denk- und Actionspiel Archon (1983), die PiratenWirtschaftssimulation Pirates! (1987) und das humorvolle Adventure Maniac Mansion (1987). Die in den achtziger Jahren zeitweilig fast vollständig vom Markt verdrängten Spielkonsolen erlebten in den neunziger Jahren durch attraktive neue Produkte einen Boom, der bis in die Gegenwart andauert. Zur gleichen Zeit stiegen die auf IBM-Computern basierenden PCs zu den weltweit dominierenden Heimcomputern auf, und erste Onlinespiele boten der rasant wachsenden Zahl von Internetnutzern neue Spielmöglichkeiten. Zu den meistverkauften und beliebtesten Spielen dieser Zeit zählten das Strategiespiel Civilization (1991), die Ego-Shooter Doom (1993) und Quake (1996) sowie die seit Mitte der neunziger Jahre erscheinenden Sportsimulationen der Firma Electronic Arts. 4.3 PC-Spiele als Massenphänomen Zusammen mit Konsolenspielen stellen PC-Spiele heute eine weltweit verbreitete Form der Unterhaltung dar und nehmen eine wichtige Rolle in der Populärkultur und als Wirtschaftsfaktor ein. 2005 erzielte die Computerspielindustrie weltweit einen Gesamtumsatz von rund 25 Milliarden Euro, in Deutschland betrug der Umsatz 1,5 Milliarden Euro. In Industriestaaten sind Computerspiele nicht nur unter Kindern und Jugendlichen, sondern zunehmend auch unter Erwachsenen weit verbreitet. Multiplayerspiele werden im Rahmen so genannter LAN-Partys oft von über 100 Spielern in einer großen Halle gespielt. Die populärsten Spiele verfügen durch die Kapazitäten der Computertechnik über eine Vielzahl von komplexen Szenarien, so dass Spieler über Wochen und Monate zur Fortsetzung ihres begonnenen Spiels motiviert werden können. Ebenfalls motivationssteigernd ist die in viele Computerspiele integrierte High-Score-Liste, die Spieler dazu animiert, nach Abschluss eines Spiels erneut zu spielen, um den eigenen Punkterekord oder den Rekord eines anderen Spielers zu brechen. Aufgrund dieser Eigenschaften stehen vor allem so genannte ,,Endlosspiele" in der Kritik, da sie zur Sucht führen können. Häufiges Computerspielen kann Haltungsschäden oder durch Bewegungsmangel verursachte Krankheiten bedingen und gilt als Ursache für Verhaltens- und Kommunikationsstörungen, da Computerspiele im Gegensatz zu Sport-, Brett- und Kartenspielen hauptsächlich alleine am PC gespielt werden. Umstritten ist die These, dass die oft als gewaltverherrlichend angesehenen Spielinhalte eine Gefahr für die psychische Entwicklung von Heranwachsenden darstellen. Dieser Vorwurf wird insbesondere im Zusammenhang mit Amokläufen oder anderen Gewalttaten von Jugendlichen geäußert. Obwohl die Langzeitfolgen exzessiven Computerspielens noch unklar und nur schwer abzuschätzen sind, nahm die gesellschaftliche Akzeptanz für diese Art der Unterhaltung zu. Seit 2002 findet jährlich in Leipzig die Games Convention statt, die neben der Tokyo Game Show und der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles die größte Fachmesse für Computer- und Konsolenspiele ist. Verfasst von: Matthias Hofmann Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

« 4.2 Anstieg der Popularität in den achtziger und neunziger Jahren Die Initialzündung zum weltweiten Siegeszug von Computerspielen war 1982 die Veröffentlichung des ersten für den Heimgebrauch tauglichen Computers, desCommodore C64.

Der 8-Bit-Computer wurde wegen seines vergleichsweise geringen Preises und seiner Spiel- und Programmiermöglichkeiten in kurzer Zeit insbesondereunter Jugendlichen überaus populär.

Schätzungen zufolge erschienen für den C64 insgesamt mehr als 17 000 Spiele, die zunächst auf Kassette, später auf Diskettevertrieben wurden.

Zur Verbreitung des C64 trug entscheidend die Möglichkeit bei, dafür ausgelegte Spiele ohne großen Aufwand kopieren zu können.

Für den C64 undseinen Nachfolger, den 1987 erschienenen Commodore Amiga, wurden zahllose neue Spiele entwickelt, deren Spielideen und -prinzipien bis heute als Grundlage für neueComputerspiele dienen.

Zu den Klassikern unter den Computerspielen der achtziger Jahre zählen das Denk- und Actionspiel Archon (1983), die Piraten- Wirtschaftssimulation Pirates! (1987) und das humorvolle Adventure Maniac Mansion (1987). Die in den achtziger Jahren zeitweilig fast vollständig vom Markt verdrängten Spielkonsolen erlebten in den neunziger Jahren durch attraktive neue Produkte einen Boom,der bis in die Gegenwart andauert.

Zur gleichen Zeit stiegen die auf IBM-Computern basierenden PCs zu den weltweit dominierenden Heimcomputern auf, und ersteOnlinespiele boten der rasant wachsenden Zahl von Internetnutzern neue Spielmöglichkeiten.

Zu den meistverkauften und beliebtesten Spielen dieser Zeit zählten dasStrategiespiel Civilization (1991), die Ego-Shooter Doom (1993) und Quake (1996) sowie die seit Mitte der neunziger Jahre erscheinenden Sportsimulationen der Firma Electronic Arts. 4.3 PC-Spiele als Massenphänomen Zusammen mit Konsolenspielen stellen PC-Spiele heute eine weltweit verbreitete Form der Unterhaltung dar und nehmen eine wichtige Rolle in der Populärkultur und alsWirtschaftsfaktor ein.

2005 erzielte die Computerspielindustrie weltweit einen Gesamtumsatz von rund 25 Milliarden Euro, in Deutschland betrug der Umsatz 1,5 MilliardenEuro.

In Industriestaaten sind Computerspiele nicht nur unter Kindern und Jugendlichen, sondern zunehmend auch unter Erwachsenen weit verbreitet.

Multiplayerspielewerden im Rahmen so genannter LAN-Partys oft von über 100 Spielern in einer großen Halle gespielt.

Die populärsten Spiele verfügen durch die Kapazitäten derComputertechnik über eine Vielzahl von komplexen Szenarien, so dass Spieler über Wochen und Monate zur Fortsetzung ihres begonnenen Spiels motiviert werden können.Ebenfalls motivationssteigernd ist die in viele Computerspiele integrierte High-Score-Liste, die Spieler dazu animiert, nach Abschluss eines Spiels erneut zu spielen, um deneigenen Punkterekord oder den Rekord eines anderen Spielers zu brechen. Aufgrund dieser Eigenschaften stehen vor allem so genannte „Endlosspiele” in der Kritik, da sie zur Sucht führen können.

Häufiges Computerspielen kann Haltungsschädenoder durch Bewegungsmangel verursachte Krankheiten bedingen und gilt als Ursache für Verhaltens- und Kommunikationsstörungen, da Computerspiele im Gegensatz zuSport-, Brett- und Kartenspielen hauptsächlich alleine am PC gespielt werden.

Umstritten ist die These, dass die oft als gewaltverherrlichend angesehenen Spielinhalte eineGefahr für die psychische Entwicklung von Heranwachsenden darstellen.

Dieser Vorwurf wird insbesondere im Zusammenhang mit Amokläufen oder anderen Gewalttatenvon Jugendlichen geäußert.

Obwohl die Langzeitfolgen exzessiven Computerspielens noch unklar und nur schwer abzuschätzen sind, nahm die gesellschaftliche Akzeptanzfür diese Art der Unterhaltung zu.

Seit 2002 findet jährlich in Leipzig die Games Convention statt, die neben der Tokyo Game Show und der Electronic Entertainment Expo inLos Angeles die größte Fachmesse für Computer- und Konsolenspiele ist. Verfasst von:Matthias HofmannMicrosoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation.

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