Devoir de Philosophie

Burkina Faso - geographie.

Publié le 06/06/2013

Extrait du document

burkina
Burkina Faso - geographie. 1 EINLEITUNG Burkina Faso, ehemals Obervolta, Republik im Westen Afrikas, begrenzt im Norden und Westen durch Mali, im Osten durch Niger und im Süden durch Benin, Togo, Ghana und Elfenbeinküste. Burkina Faso hat eine Fläche von 274 200 Quadratkilometern. 2 LAND Burkina Faso liegt auf einer Hochebene, die nach Süden hin zumeist langsam ansteigt und Höhen zwischen 200 und 749 Metern erreicht. Die Ebene wird nach Süden entwässert durch die Flüsse Schwarzer Volta (Mouhoun), Roter Volta (Nazinon) und Weißer Volta (Nakanbe) sowie nach Osten durch kleine Flüsse, die mit dem Niger verbunden sind; keiner ist schiffbar. 2.1 Klima Die Monate November bis März sind trocken und kalt, von März bis Mai ist es trocken und heiß, und von Mai bis November ist es heiß und feucht. Die durchschnittlichen Niederschläge reichen von über 1 000 Millimetern im Südwesten (dem produktivsten Teil des Landes) bis zu weniger als 250 Millimetern im Norden. Im Sommer fällt am meisten Regen. Die mittleren Temperaturen schwanken zwischen 21,1 °C und 26,7 °C. 2.2 Flora und Fauna Der größte Teil des Gebiets besteht aus Dornsavanne mit lockerem Baumbestand und Halbwüste. Zur Fauna der großen Wirbeltiere gehören Elefanten, Flusspferde, Büffel, Antilopen und Krokodile. 3 BEVÖLKERUNG Die Bevölkerung von Burkina Faso ist überwiegend ländlich. Die Mossi stellen die größte ethnische Gruppe dar. Weitere wichtige Gruppen sind Bobo, Senufo, Lobi, Gurnudsi, Mande und Fulbe. Burkina Faso hat etwa 14,8 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 54 Einwohnern pro Quadratkilometer. 3.1 Wichtige Städte Ouagadougou ist Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes mit etwa 821 000 Einwohnern (2003). Weitere große Städte sind Bobo-Dioulasso, ein wichtiges Wirtschaftszentrum (310 000 Einwohner) und Koudougou (51 900 Einwohner). 3.2 Sprache und Religion Die Amtssprache ist Französisch. Verbreitete afrikanische Sprachen sind u. a. Fulbe, Manding, More und Soninke. Als Handelssprachen dienen Arabisch und Englisch. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung sprechen Sudansprachen. Rund 40 Prozent der Einwohner Burkina Fasos sind Anhänger traditioneller Religionen, ungefähr 50 Prozent sind Muslime und etwa 10 Prozent römisch-katholisch. 4 BILDUNG UND KULTUR Die Schulbildung ist kostenlos, und offiziell besteht eine Schulpflicht von 6 Jahren (2002-2003). Jedoch besucht nur etwa ein Drittel aller Kinder eine Schule. Etwa 28,5 Prozent der Erwachsenen können schreiben und lesen (2005). In Ouagadougou besteht eine Universität; außerdem werden Stipendien für die Ausbildung an europäischen und afrikanischen Universitäten gewährt. Eine Reihe von Studenten geht nach Dakar im Senegal, nach Abidjan in der Republik Elfenbeinküste und nach Übersee. 4.1 Medien Ein staatseigener Fernsehkanal strahlt an sechs Tagen der Woche ein Programm aus, das sowohl in Ouagadougou als auch in Bobo-Dioulasso empfangen wird. Rundfunksendungen gibt es auf Französisch und in 13 afrikanischen Sprachen. Im Land erscheinen 5 Tageszeitungen (2004). 4.2 Soziales Der Staat unterhält Krankenhäuser und ländliche medizinische Dienste sowie spezielle Gesundheitsdienste für Schulen. 1960 wurde ein Rentensystem für Alte und Veteranen eingeführt. Sozialversicherungen für Arbeiter gibt es seit 1967. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei nur 51,1 Jahren für Frauen und 48 Jahren für Männer (2008). 5 VERWALTUNG UND POLITIK Nach der Verfassung von 1991 ist Burkina Faso eine Präsidialrepublik; Gewaltenteilung, Mehrparteiensystem und die Menschenrechte sind in der Verfassung garantiert. An der Spitze der Exekutive steht der für sieben Jahre direkt gewählte Präsident, die Legislative liegt bei dem für fünf Jahre gewählten Parlament (Assemblée des Députés Populaires) mit 111 Abgeordneten. 5.1 Kommunalverwaltung Burkina Faso ist seit der 1995 begonnenen und auf eine Dezentralisierung ausgerichteten Verwaltungsreform unterteilt in 13 Regionen, die sich in 35 Provinzen und 350 Departements untergliedern. Seit der Etablierung basisdemokratisch verfasster Gemeinden 2006 ist der Dezentralisierungsprozess weitgehend abgeschlossen. 5.2 Verteidigung Der Militärdienst ist freiwillig. Den bewaffneten Streitkräften gehören etwa 10 800 Personen an (2004). Weitere 45 000 Personen dienten zeitweise in der Volksmiliz. 6 WIRTSCHAFT Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze von einem US-Dollar pro Tag. Trotz der kargen Böden des Landes lebt der Großteil der Bevölkerung vor allem in Form von Subsistenzwirtschaft von der Landwirtschaft: Von den 6,47 Millionen Erwerbstätigen (2006) sind 92 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt. Ein Teil der Erwerbstätigen geht als Saisonarbeiter ins nähere Ausland, insbesondere in die Republik Elfenbeinküste. Die Landwirtschaft trägt rund ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, das Bruttoinlandsprodukt des gesamten Landes liegt bei 6 173 Millionen US-Dollar. Burkina Faso ist u. a. Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). 6.1 Landwirtschaft Der Norden Burkina Fasos liegt im Bereich der Sahelzone und wurde in der Vergangenheit mehrmals von Trocken- und Dürreperioden heimgesucht. Deshalb konzentriert sich die Landwirtschaft auf den Süden und Südwesten des Landes. Wichtige Anbauprodukte sind Mohrenhirse, Hirse, Mais und Reis, die vor allem für den Eigenbedarf bestimmt sind; Baumwolle, Erdnüsse und Sesam werden hingegen in erster Linie für den Export produziert. Von Bedeutung in der Landwirtschaft ist auch die Viehzucht; ein Großteil der Tiere wird exportiert. Der Viehbestand des westafrikanischen Landes umfasst vor allem Rinder, Schafe, Geflügel, Schweine sowie Pferde und Esel. 6.2 Bergbau, Industrie und Energie Burkina Faso verfügt über Mangan- und Goldvorkommen sowie Kupfer- und Eisenerz, Kassiterit (Zinnstein) und Phosphate. Von der Goldförderung abgesehen, hat der Bergbau jedoch noch wenig Bedeutung, was sich aber mit Hilfe von Investitionen aus dem Ausland ändern soll. Burkina Faso verfügt über eine bescheidene Fertigungsindustrie. Sie umfasst hauptsächlich die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Hergestellt werden Textilien, Zucker und Nahrungsmittel, außerdem Güter wie Seife, Schuhe, Motorräder und Motorroller. Einen Großteil seines Stromes erzeugt Burkina Faso in Heizkraftwerken, in denen vor allem Erdöl verbrannt wird. Um das Land unabhängiger vom Erdöl zu machen, wurden Programme zur Förderung der Energiegewinnung aus Wasserkraft ins Leben gerufen. Aus Wasserkraft stammt mittlerweile etwa ein Drittel des erzeugten Stromes. 6.3 Außenhandel und Währung Die ungünstige Binnenlage Burkina Fasos führt zu hohen Transportkosten und benachteiligt den Import und Export des Landes. Hauptausfuhrgüter sind neben Baumwolle und lebenden Tieren Erdnüsse, Sesam und Gold. Importiert werden Güter wie Erdöl, Nahrungsmittel, Stahl, Metallerzeugnisse sowie elektrische Geräte, Maschinen und Fahrzeuge. Haupthandelspartner sind Frankreich, die Elfenbeinküste, Deutschland, Japan und Singapur. Die Handelsbilanz ist negativ. Die Währung von Burkina Faso ist der CFA-Franc (Franc de la Communauté Financière de l'Afrique) zu 100 Centimes, der auch in einigen anderen ehemaligen französischen Kolonien in Afrika gesetzliches Zahlungsmittel ist. Durch den CFA-Franc sollten auch nach der Unabhängigkeit dieser Länder die Währungsbeziehungen zu Frankreich aufrechterhalten werden. Für Burkina Faso wird der CFA-Franc, der mittlerweile an den Euro gekoppelt ist, von der Zentralbank von Westafrika ausgegeben. 6.4 Verkehr Eine Eisenbahnlinie verbindet Ouagadougou mit Abidjan an der Elfenbeinküste; nach Norden führt sie von Ouagadougou zu den etwa 200 Kilometer nordöstlich gelegenen Manganvorkommen bei Dori und weiter zur Grenze nach Mali. Eine weitere geplante Bahnlinie soll Dori mit dem rund 800 Kilometer entfernten Kumasi in Zentralghana verbinden. Dort existiert bereits eine Verbindung nach Accra sowie zum nahe gelegenen Seehafen Tema. Das Straßennetz von Burkina Faso umfasst 15 272 Kilometer Straßen (2004), wobei etwa die Hälfte der Straßen befestigt ist. Die meisten Straßen im Süden sind während der Regenzeit nahezu unpassierbar. Wichtige Flughäfen Burkina Fasos sind Ouagadougou und Bobo-Dioulasso; der Flughafen der Hauptstadt ist gleichzeitig internationaler Airport. Die nationale Fluggesellschaft Air Burkina bietet Inlandsflüge und Flüge ins Ausland an. 7 GESCHICHTE Ab etwa dem 12. Jahrhundert bildeten sich auf dem Boden des heutigen Burkina Faso Königreiche der Mossi heraus. Diese Staaten waren sakrale Königtümer und verfügten über eine weit entwickelte staatliche Organisation, was lange Zeit die Unterwerfung durch andere Reiche verhinderte. Das mächtigste dieser Königreiche war das Ende des 15. Jahrhunderts entstandene Reich Ouagadougou, von dem sich im 16. Jahrhundert das ebenfalls einflussreiche Yatenga abspaltete; im Osten bestand das Reich Gourama. 7.1 Französische Kolonie Im späten 19. Jahrhundert schwächten innere Unruhen und Bürgerkriege die Mossireiche. Nach der Kongokonferenz 1884/85 trieb Frankreich die Eroberung Westafrikas voran und brachte 1896/97 auch die Mossireiche im heutigen Burkina Faso unter seine Gewalt. Bis 1904 stand das Gebiet unter französischer Militärverwaltung, dann wurde es Teil der Kolonie Haut-Sénégal-Niger, ehe es 1919 unter dem Namen Haute-Volta (Obervolta) eine eigenständige Kolonie innerhalb von Französisch-Westafrika wurde. 1932 wurde die Kolonie wegen innerer Unruhen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst und ihr Gebiet unter den Nachbarkolonien Soudan (dem heutigen Mali), Niger und Elfenbeinküste aufgeteilt. 1947 wurde Obervolta als eigene Verwaltungseinheit innerhalb von Französisch-Westafrika wiederhergestellt. 7.2 Unabhängigkeit Mit der Errichtung der Französischen Gemeinschaft 1958 erhielt Obervolta innere Autonomie, und am 5. August 1960 wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen. Erster Staatspräsident von Obervolta wurde Maurice Yaméogo, der bereits seit 1958 als Premierminister die Regierung geführt hatte. Er ließ alle Parteien mit Ausnahme seiner eigenen, der Union Démocratique Voltaïque (UDV), verbieten und errichtete ein autoritäres, korruptes Einparteienregime, das das Land bald in den wirtschaftlichen und sozialen Ruin trieb. Dennoch wurde Yaméogo 1965 im Amt bestätigt; einen Gegenkandidaten hatte es bei den Wahlen allerdings nicht gegeben. 7.3 Zivile und Militärregierungen Nur wenige Monate nach seiner Wiederwahl wurde Yaméogo vor dem Hintergrund zunehmender innerer Unruhen und Proteste gegen sein Regime am 3. Januar 1966 von General Sangoulé Lamizana, damals Generalstabschef, gestürzt. Die Macht übernahm Lamizana selbst; er setzte die Verfassung außer Kraft, schuf eine autoritäre Militärregierung, leitete zugleich aber auch eine Reihe von Reformen ein, die das Land wirtschaftlich und sozial stabilisierten. 1970 trat eine neue Verfassung in Kraft, die das Land zu demokratischen Verhältnissen einschließlich einer Zivilregierung zurückführen sollte. Im selben Jahr wurde der populäre Lamizana zum (zivilen) Staatspräsidenten der 2. Republik gewählt. Eine lang anhaltende Dürreperiode zu Beginn der siebziger Jahre verursachte nicht nur einen gewaltigen Rückschlag in der positiven Entwicklung Obervoltas sowie Hungersnöte in dem auf der Landwirtschaft basierenden Land, sondern führte auch zu Konflikten innerhalb der Regierung. Lamizana entschied die Auseinandersetzungen für sich und installierte 1974 erneut eine Militärregierung, hielt aber an der in den sechziger Jahren eingeleiteten Reformpolitik fest. 1978 versuchte er erneut die Rückkehr zu verfassungsgemäßen, demokratischen Verhältnissen: In freien Wahlen wurde er ein zweites Mal zum zivilen Staatspräsidenten gewählt, nun der 3. Republik. Bereits zwei Jahre später wurde er durch einen unblutigen Militärputsch unter Oberst Saye Zerbo gestürzt; Zerbo suspendierte die Verfassung, verbot alle politischen Parteien und setzte sich selbst an die Spitze einer Militärregierung. Im November 1982 wurde Zerbo seinerseits durch einen Militärputsch gestürzt, und nach einem weiteren Militärputsch am 3. August 1983 riss Thomas Sankara, der bereits an dem Putsch von 1982 beteiligt gewesen war, die Macht an sich. 7.4 Revolution Sankara errichtete, orientiert an den Vorbildern Kuba, Ghana und Libyen, ein sozialistisches System und suchte das Land von Grund auf zu revolutionieren, damit es sich selbst aus seiner Armut befreite. Durch planwirtschaftliche Maßnahmen und die Mobilisierung der Bevölkerung gelangen ihm beachtliche Erfolge im Kampf gegen Hunger und Korruption sowie im Gesundheits- und im Bildungswesen und was die soziale Stellung der Frauen in der Gesellschaft anbelangte. Um die Neuorientierung des Landes deutlich zu machen, benannte er es am 3. August 1984, dem ersten Jahrestag seiner Machtübernahme, in Burkina Faso (,,Land der Aufrechten") um. Obwohl die wirtschaftliche Lage prekär blieb, erfreute sich Sankara bei der breiten Bevölkerung großer Beliebtheit, u. a. auch deshalb, weil er im Gegensatz zum Großteil der afrikanischen Führer auf Luxus verzichtete und weitgehend unbestechlich war. Mit den anderen Führern der Revolution dagegen geriet Sankara zunehmend in Konflikt. Im Oktober 1987 mündete der Konflikt in einen Staatsstreich, in dessen Verlauf Sankara getötet wurde; die Macht übernahm nun der bisherige Justizminister Blaise Compaoré. 7.5 Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen 1991 wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt, die die Abkehr von den autoritären und die Hinwendung zu demokratischeren Strukturen einleitete und mit der die 4. Republik installiert wurde. Es wurde wieder das Mehrparteiensystem eingeführt und das sozialistische sukzessive in ein marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem umgewandelt. Im Dezember 1991 wurde Compaoré in einer umstrittenen Wahl, an der sich die Opposition nicht beteiligte, im Amt des Staatspräsidenten bestätigt. Bei den ersten Mehrparteienwahlen im Mai 1992 gewann Compaorés Organisation für Volksdemokratie (ODP-MT) zwei Drittel der Mandate, und bei den darauf folgenden Parlamentswahlen im Mai 1997 errang die um mehrere kleine Parteien ergänzte und in Congrès pour la Démocratie et le Progrès (CDP) umbenannte Partei Compaorés 101 der insgesamt 111 Sitze. In der Folgezeit verschärften sich die Proteste der Opposition gegen das scheindemokratische, von Compaoré und seiner Partei bevormundete System, woraufhin die Regierung Besserung gelobte und in der Tat in manchen Bereichen die Opposition stärker in Entscheidungen einbezog. 1998 wurde Compaoré mit großer Mehrheit im Amt bestätigt; bei den Parlamentswahlen im Mai 2002 allerdings musste sein CDP erhebliche Einbußen hinnehmen, behauptete aber mit 57 Mandaten weiterhin die absolute Mehrheit im Parlament. Mangels geschlossener, handlungsfähiger Opposition gewann Compaoré auch die Präsidentschaftswahlen 2005 wieder mit deutlicher Mehrheit, und aus den Parlamentswahlen im Mai 2007 ging erneut der CDP als absolut stärkste Kraft hervor, nun mit 73 Mandaten. Zwar nahm sich die Regierung Compaoré seit etwa 2000 eine Reihe von Reformen in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Verwaltung vor, setzte sie aber nur schleppend um, so dass weiterhin ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
burkina

« Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze von einem US-Dollar pro Tag.

Trotz der kargenBöden des Landes lebt der Großteil der Bevölkerung vor allem in Form von Subsistenzwirtschaft von der Landwirtschaft: Von den 6,47 Millionen Erwerbstätigen (2006) sind92 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt.

Ein Teil der Erwerbstätigen geht als Saisonarbeiter ins nähere Ausland, insbesondere in die Republik Elfenbeinküste.

DieLandwirtschaft trägt rund ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, das Bruttoinlandsprodukt des gesamten Landes liegt bei 6 173 Millionen US-Dollar.

Burkina Faso istu.

a.

Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). 6.1 Landwirtschaft Der Norden Burkina Fasos liegt im Bereich der Sahelzone und wurde in der Vergangenheit mehrmals von Trocken- und Dürreperioden heimgesucht.

Deshalb konzentriertsich die Landwirtschaft auf den Süden und Südwesten des Landes.

Wichtige Anbauprodukte sind Mohrenhirse, Hirse, Mais und Reis, die vor allem für den Eigenbedarfbestimmt sind; Baumwolle, Erdnüsse und Sesam werden hingegen in erster Linie für den Export produziert.

Von Bedeutung in der Landwirtschaft ist auch die Viehzucht; einGroßteil der Tiere wird exportiert.

Der Viehbestand des westafrikanischen Landes umfasst vor allem Rinder, Schafe, Geflügel, Schweine sowie Pferde und Esel. 6.2 Bergbau, Industrie und Energie Burkina Faso verfügt über Mangan- und Goldvorkommen sowie Kupfer- und Eisenerz, Kassiterit (Zinnstein) und Phosphate.

Von der Goldförderung abgesehen, hat derBergbau jedoch noch wenig Bedeutung, was sich aber mit Hilfe von Investitionen aus dem Ausland ändern soll. Burkina Faso verfügt über eine bescheidene Fertigungsindustrie.

Sie umfasst hauptsächlich die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.

Hergestellt werden Textilien,Zucker und Nahrungsmittel, außerdem Güter wie Seife, Schuhe, Motorräder und Motorroller. Einen Großteil seines Stromes erzeugt Burkina Faso in Heizkraftwerken, in denen vor allem Erdöl verbrannt wird.

Um das Land unabhängiger vom Erdöl zu machen, wurdenProgramme zur Förderung der Energiegewinnung aus Wasserkraft ins Leben gerufen.

Aus Wasserkraft stammt mittlerweile etwa ein Drittel des erzeugten Stromes. 6.3 Außenhandel und Währung Die ungünstige Binnenlage Burkina Fasos führt zu hohen Transportkosten und benachteiligt den Import und Export des Landes.

Hauptausfuhrgüter sind neben Baumwolleund lebenden Tieren Erdnüsse, Sesam und Gold.

Importiert werden Güter wie Erdöl, Nahrungsmittel, Stahl, Metallerzeugnisse sowie elektrische Geräte, Maschinen undFahrzeuge.

Haupthandelspartner sind Frankreich, die Elfenbeinküste, Deutschland, Japan und Singapur.

Die Handelsbilanz ist negativ. Die Währung von Burkina Faso ist der CFA-Franc (Franc de la Communauté Financière de l’Afrique) zu 100 Centimes, der auch in einigen anderen ehemaligen französischen Kolonien in Afrika gesetzliches Zahlungsmittel ist.

Durch den CFA-Franc sollten auch nach der Unabhängigkeit dieser Länder die Währungsbeziehungen zu Frankreichaufrechterhalten werden.

Für Burkina Faso wird der CFA-Franc, der mittlerweile an den Euro gekoppelt ist, von der Zentralbank von Westafrika ausgegeben. 6.4 Verkehr Eine Eisenbahnlinie verbindet Ouagadougou mit Abidjan an der Elfenbeinküste; nach Norden führt sie von Ouagadougou zu den etwa 200 Kilometer nordöstlich gelegenenManganvorkommen bei Dori und weiter zur Grenze nach Mali.

Eine weitere geplante Bahnlinie soll Dori mit dem rund 800 Kilometer entfernten Kumasi in Zentralghanaverbinden.

Dort existiert bereits eine Verbindung nach Accra sowie zum nahe gelegenen Seehafen Tema.

Das Straßennetz von Burkina Faso umfasst 15 272 KilometerStraßen (2004), wobei etwa die Hälfte der Straßen befestigt ist.

Die meisten Straßen im Süden sind während der Regenzeit nahezu unpassierbar.

Wichtige FlughäfenBurkina Fasos sind Ouagadougou und Bobo-Dioulasso; der Flughafen der Hauptstadt ist gleichzeitig internationaler Airport.

Die nationale Fluggesellschaft Air Burkina bietetInlandsflüge und Flüge ins Ausland an. 7 GESCHICHTE Ab etwa dem 12.

Jahrhundert bildeten sich auf dem Boden des heutigen Burkina Faso Königreiche der Mossi heraus.

Diese Staaten waren sakrale Königtümer und verfügtenüber eine weit entwickelte staatliche Organisation, was lange Zeit die Unterwerfung durch andere Reiche verhinderte.

Das mächtigste dieser Königreiche war das Ende des15.

Jahrhunderts entstandene Reich Ouagadougou, von dem sich im 16.

Jahrhundert das ebenfalls einflussreiche Yatenga abspaltete; im Osten bestand das Reich Gourama. 7.1 Französische Kolonie Im späten 19.

Jahrhundert schwächten innere Unruhen und Bürgerkriege die Mossireiche.

Nach der Kongokonferenz 1884/85 trieb Frankreich die Eroberung Westafrikasvoran und brachte 1896/97 auch die Mossireiche im heutigen Burkina Faso unter seine Gewalt.

Bis 1904 stand das Gebiet unter französischer Militärverwaltung, dann wurdees Teil der Kolonie Haut-Sénégal-Niger, ehe es 1919 unter dem Namen Haute-Volta (Obervolta) eine eigenständige Kolonie innerhalb von Französisch-Westafrika wurde.1932 wurde die Kolonie wegen innerer Unruhen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst und ihr Gebiet unter den Nachbarkolonien Soudan (dem heutigen Mali),Niger und Elfenbeinküste aufgeteilt.

1947 wurde Obervolta als eigene Verwaltungseinheit innerhalb von Französisch-Westafrika wiederhergestellt. 7.2 Unabhängigkeit Mit der Errichtung der Französischen Gemeinschaft 1958 erhielt Obervolta innere Autonomie, und am 5.

August 1960 wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen.Erster Staatspräsident von Obervolta wurde Maurice Yaméogo, der bereits seit 1958 als Premierminister die Regierung geführt hatte.

Er ließ alle Parteien mit Ausnahmeseiner eigenen, der Union Démocratique Voltaïque (UDV), verbieten und errichtete ein autoritäres, korruptes Einparteienregime, das das Land bald in den wirtschaftlichen und sozialen Ruin trieb.

Dennoch wurde Yaméogo 1965 im Amt bestätigt; einen Gegenkandidaten hatte es bei den Wahlen allerdings nicht gegeben. 7.3 Zivile und Militärregierungen Nur wenige Monate nach seiner Wiederwahl wurde Yaméogo vor dem Hintergrund zunehmender innerer Unruhen und Proteste gegen sein Regime am 3.

Januar 1966 vonGeneral Sangoulé Lamizana, damals Generalstabschef, gestürzt.

Die Macht übernahm Lamizana selbst; er setzte die Verfassung außer Kraft, schuf eine autoritäreMilitärregierung, leitete zugleich aber auch eine Reihe von Reformen ein, die das Land wirtschaftlich und sozial stabilisierten.

1970 trat eine neue Verfassung in Kraft, diedas Land zu demokratischen Verhältnissen einschließlich einer Zivilregierung zurückführen sollte.

Im selben Jahr wurde der populäre Lamizana zum (zivilen)Staatspräsidenten der 2.

Republik gewählt. Eine lang anhaltende Dürreperiode zu Beginn der siebziger Jahre verursachte nicht nur einen gewaltigen Rückschlag in der positiven Entwicklung Obervoltas sowieHungersnöte in dem auf der Landwirtschaft basierenden Land, sondern führte auch zu Konflikten innerhalb der Regierung.

Lamizana entschied die Auseinandersetzungen fürsich und installierte 1974 erneut eine Militärregierung, hielt aber an der in den sechziger Jahren eingeleiteten Reformpolitik fest.

1978 versuchte er erneut die Rückkehr zuverfassungsgemäßen, demokratischen Verhältnissen: In freien Wahlen wurde er ein zweites Mal zum zivilen Staatspräsidenten gewählt, nun der 3.

Republik.

Bereits zweiJahre später wurde er durch einen unblutigen Militärputsch unter Oberst Saye Zerbo gestürzt; Zerbo suspendierte die Verfassung, verbot alle politischen Parteien und setztesich selbst an die Spitze einer Militärregierung.

Im November 1982 wurde Zerbo seinerseits durch einen Militärputsch gestürzt, und nach einem weiteren Militärputsch am. »

↓↓↓ APERÇU DU DOCUMENT ↓↓↓

Liens utiles