Nordpolarmeer - geographie.
Publié le 06/06/2013
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Nordpolarmeer - geographie. 1 EINLEITUNG Nordpolarmeer, kleinstes der vier Weltmeere und praktisch landumschlossenes Nebenmeer des Atlantischen Ozeans. Das Nordpolarmeer erstreckt sich südlich des Nordpols bis zu den Küsten Europas, Asiens und Nordamerikas. 2 GRENZEN UND GRÖSSE Das Nordpolarmeer ist mit dem Pazifischen Ozean über die circa 55 Meter tiefe und rund 65 Kilometer breite Beringstraße verbunden. Die asiatischen Flüsse Ob, Jenissej und Lena sowie die nordamerikanischen Flüsse Mackenzie, Coppermine und Back münden in das Nordpolarmeer. Die Wasserfläche des Nordpolarmeeres, einschließlich seiner wichtigsten Randmeere - das Nördliche Eismeer (der größte Teil), das Europäische Nordmeer, die Nordsee und die Barentssee - beträgt etwa 14 Millionen Quadratkilometer. 3 TEKTONISCHER AUFBAU Etwa ein Drittel des Nordpolarmeeres liegt über einem Festlandsockel, der im Norden von Eurasien sehr breit und in Nordamerika und Grönland schmaler ist. Seewärts dieser Festlandsockel befindet sich das eigentliche Nordpolarbecken, das sich in drei parallele Bergrücken und vier Becken gliedert. Erst Ende der vierziger Jahre wurden diese Strukturen entdeckt und werden seitdem erforscht. Der Lomonossowrücken, der längste von ihnen, zerschneidet das Nördliche Eismeer in zwei fast gleiche Hälften und bildet eine 1 700 Kilometer lange unterseeische Brücke zwischen Sibirien und der Nordwestspitze Grönlands. Parallel dazu verlaufen zwei kürzere Rücken: der Alpharücken auf der nordamerikanischen Seite, der das Kanadabecken vom Makarowbecken trennt, und der Nansenrücken auf der eurasischen Seite, der zwischen dem Eurasiabecken und dem Frambecken verläuft. Wegen der ausgedehnten Untiefen über den Festlandsockeln ist das Nordpolarmeer im Durchschnitt nur circa 1 300 Meter tief. Seine tiefste Stelle liegt bei 5 450 Metern. 4 INSELN Die Inseln des Nordpolarmeeres befinden sich auf den Festlandsockeln. Nordöstlich von Norwegen liegt der Svalbard-Archipel (früher bekannt als Spitzbergen), im Osten und nördlich von Russland liegen Franz-Josef-Land, Nowaja Semlja, Sewernaja Semlja, die Neusibirischen Inseln und die Wrangelinsel. Die zahlreichen Inseln des Kanadisch-Arktischen Archipels, darunter die Queen Elizabeth Islands, Victoria Island und Baffin-Insel liegen nördlich und östlich des kanadischen Festlandes Richtung Grönland, der größten Insel im Nordpolarmeer. 5 EIS Im Nordpolarmeer gibt es drei Arten von Eis: Landeis, Flusseis und See-Eis. Landeis gelangt in Gestalt von Eisbergen in das Meer, die entstehen, wenn Teile eines Gletschers abbrechen. Im Nordpolarmeer gibt es vorwiegend entlang der Küste Grönlands Eisberge. Gefrorenes Süßwasser, das die Flüsse ins Meer transportieren, häuft sich auf kleinen küstennahen Flächen des sibirischen und des nordamerikanischen Festlandsockels als Flusseis an. See-Eis bildet sich durch das Gefrieren von Meerwasser und ist die häufigste Form. Im Winter ist die Wasseroberfläche ständig von einer Schicht See-Eis bedeckt, ausgenommen das Gebiet nordöstlich von Island und nördlich von Skandinavien. Im Sommer nimmt die Eisschicht ab und legt entlang großer Küstenabschnitte in Sibirien, Alaska und Kanada schmale Wasserwege frei. Die Eisschicht besteht aus Packeis - Eisbrocken, die sich anhäufen und zu Eisbergen oder -hügeln gepresst werden, die über zehn Meter dick sein können. 6 NATUR- UND BODENSCHÄTZE Fisch in wirtschaftlich lohnenden Mengen gibt es nur in den wärmeren Randmeeren des Nordpolarmeeres, vor allem in der Nordsee (Hering, Kabeljau und Flunder) und in der Barentssee (überwiegend Kabeljau). Meeressäugetiere, darunter verschiedene Robben- und Walarten, wurden fast bis zur Ausrottung gejagt, bevor man ihre Bestände Anfang des 20. Jahrhunderts durch Fangquoten schützte. Zinn wird vor der Küste Ostsibiriens abgebaut, Erdöl und Naturgas fördert man nördlich von Alaska und Kanada und in der Nordsee. Das Nordpolarmeer vor der russischen Nordwestküste wird zunehmend radioaktiv verseucht. Aus einer sich über drei Jahre erstreckenden Studie des Ministeriums geht hervor, dass die Strahlenwerte bei der Inselgruppe Nowaja Semlja erheblich über den Normalwerten, im Golf von Stepovoj sogar um 100 Prozent darüber liegen. In den sechziger Jahren waren im Nordpolarmeer radioaktiver Abfall und chemische Kampfstoffe versenkt worden. Die dafür verwendeten Behälter sind inzwischen undicht. Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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