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Stanley Kubrick - KUNSTLER.

Publié le 18/06/2013

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Stanley Kubrick - KUNSTLER. Stanley Kubrick (1928-1999), amerikanischer Filmregisseur. Er schuf unabhängig von den Produktionsweisen des Hollywoodkinos eine ganze Reihe von Filmen, die zu den Meisterwerken des jeweiligen Genres zählen, und avancierte damit zu einem der herausragenden Regisseure der Filmgeschichte. Kubrick wurde am 26. Juli 1928 im New Yorker Stadtteil Bronx als Sohn eines Arztes geboren und begann bereits im Kindesalter mit dem Photographieren. Im Alter von 14 Jahren konnte er ein Foto an die Zeitschrift Look verkaufen, bei der er daraufhin als 17-Jähriger ein Engagement als Fotoreporter erhielt. Anfang der fünfziger Jahre begann er mit dem Drehen von kurzen Dokumentarfilmen. Es entstanden Day of the Fight (1950; Der Tag des Kampfes) über den Alltag des Mittelgewichtsboxers Walter Cartier, Flying Padre (1951; Der fliegende Priester) über den Reverend Fred Stadtmueller, der die Orte seiner 400 Quadratmeilen großen Pfarrgemeinde mit Hilfe eines einmotorigen Flugzeugs aufsucht, und The Seafarers (1953), ein 30-minütiger PR-Dokumentarfilm über den Alltag von Seeleuten im Auftrag der Internationalen Seemannsgewerkschaft. Bereits Kubricks erster Spielfilm Fear and Desire (1953; Furcht und Begierde), in dem er als Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Cutter fungierte, fand ein positives Echo bei der Kritik. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Soldaten, die über Feindesland mit dem Flugzeug abstürzt und daraufhin ums Überleben kämpfen muss. Killer's Kiss (1955; Der Tiger von New York) ist ein melodramatischer Kriminalfilm, der stilistisch Merkmale des Film Noir aufweist. In The Killing (1956; Die Rechnung ging nicht auf) schildert Kubrick in ruhig-konzentrierten Schwarzweißbildern das Scheitern eines Überfalls auf die Kasse einer Pferderennbahn. Der genau ausgeklügelte Plan missglückt durch den Einfluss unglücklicher Zufälle und durch Zwistigkeiten zwischen den Bandenmitgliedern. Dem internationalen Publikum wurde der Autodidakt Kubrick mit dem überzeugenden Antikriegsfilm Paths of Glory (1957; Wege zum Ruhm) bekannt; die Hauptrolle übernahm Kirk Douglas, der auch als Produzent verantwortlich zeichnete. Der Film erzählt das Scheitern eines französischen Angriffs auf eine uneinnehmbare deutsche Stellung während des 1. Weltkrieges, beschränkt sich dabei jedoch nicht auf die Darstellung von Kampfhandlungen, sondern enthüllt das verantwortungslose und kriminelle Verhalten eines Offiziers, der durch blinden Ehrgeiz den Tod von Tausenden von Soldaten verursacht. Der vielschichtige Film gewann 1959 den Grand Prix des la Critique in Brüssel. Während diese frühen Filme mit relativ geringem Budget realisiert wurden, folgte 1960 mit dem Historienspektakel Spartacus ein aufwendiges Zwölf-MillionenDollar-Epos mit Starbesetzung (Kirk Douglas, Laurence Olivier und Tony Curtis). Der aufwendige Filme, das einzige Auftragswerk im OEuvre Stanley Kubricks, erzählt die Geschichte des Sklavenaufstandes von 74 v. Chr. unter Anführung des thrakischen Sklaven Spartacus, ohne jedoch besonderen Wert auf historische Authentizität zu legen. 1960 ließ sich Kubrick in England nieder, nachdem er bei der Verwirklichung seines nächsten Projektes bei den verantwortlichen Hollywood-Produzenten auf Widerstand gestoßen war. Mit Lolita (1962), nach dem berühmten erotischen Roman von Vladimir Nabokov, wagte sich Kubrick erfolgreich auf das Feld der Literaturverfilmung und avancierte zu einem der renommiertesten Filmemacher seiner Generation. Der tragikomische Film erzählt die Geschichte einer erotischen Obsession: Der alternde Literaturwissenschaftler Humbert Humbert verfällt den Reizen einer zwölfjährigen ,,Nymphe", heiratet deren Mutter, um der Tochter nahe sein zu können, beginnt eine sexuelle Affäre mit der Minderjährigen und begeht schließlich einen Mord an einem Nebenbuhler. Kubrick gelang eine überzeugende filmische Umsetzung des komplexen und sprachlich anspruchsvollen Romans. Es spielten Sue Lyon, James Mason, Shelley Winters und Peter Sellers. Das Drehbuch schrieb Vladimir Nabokov selbst. Mit der bissigen AntiAtomkriegsgroteske Dr. Strangelove or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964; Dr. Seltsam, oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben) gelang Kubrick sein erstes unumstrittenes Meisterwerk. Die makabre Satire entlarvt den Irrsinn des Kalten Krieges; Ausgangspunkt der Handlung ist die Wahnsinnstat eines psychopathischen, amerikanischen Generals, der einen Atombombenangriff auf die Sowjetunion startet und so einen weltweiten Atomkrieg auslöst. Mit dem einflussreichen Sciencefictionepos 2001: A Space Odyssey (1968; 2001: Odyssee im Weltraum, nach dem Roman von Arthur C. Clarke) gelang Kubrick ein Meilenstein des Genres. Der mit zuvor nie gesehenen Spezialeffekten realisierte Film erzählt die Geschichte einer Jupiterexpedition, die von dem Bordcomputer HAL hintertrieben wird, und bietet eine von Skepsis geprägte Reflexion über das Leben in einer von Technik beherrschten Welt. Die spekulativ-mystischen Passagen des Werkes suggerieren, dass die Entstehung intelligenten Lebens auf der Erde durch den Einfluss extraterrestrischer Intelligenz zustande kam. A Clockwork Orange (1971; Uhrwerk Orange) entstand nach dem Roman von Anthony Burgess und ist eine futuristische Studie über das Phänomen der Gewalt und die Auswüchse der modernen Konsumgesellschaft. Der Anführer einer Bande von gewalttätigen Jugendlichen wird der Vergewaltigung und des Mordes überführt und anschließend einem Experiment ausgesetzt, das seine Gewaltbereitschaft beenden soll. Der Film zeigt Kubricks nihilistische Weltsicht und sein pessimistisches Menschenbild, die auch in seinen anderen Filmen deutlich zum Ausdruck kommen. Die akribische und eindrucksvoll fotografierte Thackeray-Verfilmung Barry Lyndon (1975; mit Ryan O'Neal) erzählt die Lebensgeschichte eines irischen Emporkömmlings zur Zeit des Ancien Régime am ,,Vorabend" der Französischen Revolution. Dem Protagonisten gelingt nach einem abenteuerlichen Leben als Soldat und Berufsspieler der Aufstieg in Adelskreise durch die Heirat mit einer Aristokratin; nach einer Reihe von Missgeschicken folgen jedoch die Ächtung und der gesellschaftliche Abstieg. Der vierfach Oscar-prämierte Film beeindruckt durch seine visuelle Schönheit und seine Authentizität, die mit Hilfe einer detailgenauen Ausstattung erreicht wird. Der Horrorthriller The Shining (1980) erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der gemeinsam mit seiner Familie in der Wintersaison die Überwachung eines Hotels in einer verschneiten Bergregion übernimmt. Er verfällt dem Wahnsinn und versucht, seine Ehefrau und seinen kleinen Sohn zu ermorden. Der verrätselte Film nach dem Roman von Stephen King, der nur oberflächlich betrachtet eine simple Story aufweist, zeigt Jack Nicholson in einer Glanzrolle. Diese Reflexion über die Abgründe der Kleinfamilie in einer patriarchalischen Gesellschaft im Gewand des Horrorgenres ist gekennzeichnet durch eine raffinierte Verschachtelung von Traum und Realität und der Zeitebenen des Plots sowie durch eine effektvolle Inszenierung schockierender, alptraumartiger Szenen. The Shining zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen von Stanley Kubrick. Full Metal Jacket (1987) ist eine ungeschminkte, drastische und kritische Bestandsaufnahme des Vietnamkrieges. Kubrick schildert im ersten Abschnitt den gnadenlosen Drill der Soldaten während der Ausbildungszeit, im zweiten Teil folgt die schonungslose Darstellung von Kampfszenen und der psychischen Belastung der Männer in Extremsituationen. Anders als viele andere Antikriegsfilme entzieht Full Metal Jacket dem Zuschauer Identifikationsfiguren und Sympathieträger in den Reihen der Soldaten und bietet stattdessen eine kühle Analyse der Kriegspropaganda und von Machtmechanismen innerhalb der Armee. Kubricks letzter Film Eyes Wide Shut (1999; Eyes Wide Shut) ist eine Verfilmung von Arthur Schnitzlers Traumnovelle (1926), die zwischen November 1996 und Januar 1998 in mehr als 250 Drehtagen mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen entstand. Das erotische Psychodrama verlegt den Ort der Handlung vom Wien der Jahrhundertwende in das zeitgenössische New York und erzählt die Geschichte eines Ehepaares, das versucht, seine sexuellen Phantasien auszuleben. Bei den Filmfestspielen von Venedig 1997 wurde Stanley Kubrick für sein Lebenswerk mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Er starb am 7. März 1999 auf seinem Landsitz nahe St. Albans (Hertfordshire) nordwestlich von London. Stanley Kubrick: Filme JAHR ORIGINALTITEL DEUTSCHER TITEL 1953 Fear and Desire Furcht und Begierde 1955 Killer's Kiss Der Tiger von New York 1956 The Killing Die Rechnung ging nicht auf 1957 Paths of Glory Wege zum Ruhm 1959 Spartacus Spartacus 1961 Lolita Lolita 1963 Dr. Strangelove or: How Dr. Seltsam oder Wie ich I Learned to Stop lernte, die Bombe zu lieben Worrying and Love the Bomb 1965 2001: A Space Odyssey 2001: Odyssee im Weltraum 1970 Clockwork Orange Uhrwerk Orange 1973 Barry Lyndon Barry Lyndon 1980 The Shining Shining 1987 Full Metal Jacket Full Metal Jacket 1999 Eyes Wide Shut Eyes Wide Shut Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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Strangelove or: HowI Learned to StopWorrying and Love theBomb Dr.

Seltsam oder Wie ichlernte, die Bombe zu lieben 1965 2001: A Space Odyssey 2001: Odyssee imWeltraum 1970 Clockwork Orange Uhrwerk Orange 1973 Barry Lyndon Barry Lyndon 1980 The Shining Shining 1987 Full Metal Jacket Full Metal Jacket 1999 Eyes Wide Shut Eyes Wide Shut Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation.

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