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Abschreckung Abschreckung, in der internationalen Politik die Demonstration militärischer Stärke gegenüber potentiellen Angreifern mit dem Ziel, diese von feindlichen Aktionen abzuhalten, weil sie einen vernichtenden Gegenschlag oder erhebliche Verluste fürchten müssten.

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Abschreckung Abschreckung, in der internationalen Politik die Demonstration militärischer Stärke gegenüber potentiellen Angreifern mit dem Ziel, diese von feindlichen Aktionen abzuhalten, weil sie einen vernichtenden Gegenschlag oder erhebliche Verluste fürchten müssten. Seit der Verfügbarkeit von Kernwaffen hat die Abschreckungsstrategie erheblich an Bedeutung gewonnen, weil es keinen Zweifel über das Vernichtungspotential dieser Waffen geben kann und somit wenig Spielraum für taktische Winkelzüge und kalkulierte Verluste bleibt. Wirksame Verteidigung ist gegen massive Atomangriffe praktisch unmöglich. Die Zerstörungskraft von Atomwaffen macht es umgekehrt aber leichter, den potentiellen Angreifer durch die Androhung massiver atomarer Vergeltung von einem Angriff abzuhalten. Der Angreifer kann sich also von einem Angriff zumindest dann keinen Vorteil versprechen, wenn das Vergeltungspotential bei dem Angriff nicht auszuschalten ist. Dies hat man mit der weiträumigen Verteilung von Fernstreckenraketen in angriffssicheren Silos und versteckten U-Booten zu gewährleisten versucht. Jedoch kann aufgrund der gewaltigen Zerstörungskraft auch der eigenen Atomwaffen sich kein Angreifer einen wirklichen Gewinn auch von einem nicht beantwortbaren nuklearen Erstschlag versprechen. Wohl aber könnte die Angst vor dem Feind Motiv für die Idee seiner prophylaktischen Zerstörung sein. Während des Kalten Krieges drohte das Nordatlantische Verteidigungsbündnis (NATO) den Warschauer-PaktStaaten auch für den Fall, dass es mit konventionellen Waffen angegriffen würde, mit einem atomaren Vergeltungsschlag. Diese Strategie wurde jedoch 1967 von der Konzeption der Flexible Response abgelöst, die vorsieht, im Falle eines feindlichen Angriffs, die in der jeweiligen Situation geeignetsten erscheinenden, atomaren oder konventionellen Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mit dieser flexiblen Verteidigungsstrategie sollte verhindert werden, einen möglicherweise begrenzbaren Konflikt zwangsläufig in einen atomaren 3. Weltkrieg münden zu lassen. Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

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