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Elementarteilchen - Physik.

Publié le 10/06/2013

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Elementarteilchen - Physik. 1 EINLEITUNG Elementarteilchen, ursprünglich Materieeinheiten, von denen man glaubte oder vorläufig annahm, dass sie die grundlegenden Bausteine der Materie seien. Im Prinzip sind Elementarteilchen die Bausteine der Materie, die sich nicht in noch kleinere Einheiten zerlegen lassen. Lange Zeit galten die Atome als die kleinsten Grundeinheiten der Materie. Jedoch gelang es mit der technischen Weiterentwicklung von zum Teil hochkomplizierten Messund Forschungsanlagen immer weiter in den Mikrokosmos der Materie vorzudringen und immer kleinere Teilchen zu entdecken. Mittlerweile ist eine beachtliche Anzahl von verschiedenen Elementarteilchen bekannt, die teilweise in großen Gruppen eingegliedert werden (siehe unten). Heutzutage fasst man im Allgemeinen unter dem Begriff Elementarteilchen alle subatomaren Teilchen zusammen. Der Forschungs- und Wissenschaftszweig Elementarteilchenphysik - die Lehre von den Elementarteilchen und ihren Wechselwirkungen - wird manchmal auch als Hochenergiephysik bezeichnet. Dies hängt mit den teilweise extrem hohen Energieaufwendungen zusammen, die gemäß der Heisenberg'schen Unschärferelation notwendig sind, um in subatomaren Abständen präzise Untersuchungen anstellen zu können. Siehe auch Physik 2 GESCHICHTE DER TEILCHENPHYSIK Atommodelle © Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. - Physik. Die Teilchenphysik stellt die derzeit letzte Stufe in der Erforschung immer kleinerer Bausteine der Materie dar. Vor dem 20. Jahrhundert befassten sich Physiker mit den Eigenschaften der Materie hauptsächlich im makroskopischen Bereich. Im späten 19. Jahrhundert aber zog die Physik der Atome und Moleküle ihr Interesse auf sich. Atome und Moleküle haben Durchmesser von ungefähr 10-10 Metern, und Untersuchungen an deren Aufbau leisteten der Quantentheorie zwischen 1925 und 1930 großen Vorschub. In den frühen dreißiger Jahren begannen Physiker dann, der Gestalt von Atomkernen auf den Grund zu gehen. Diese haben Durchmesser von 10-15 bis 1014 Metern. Mit diesen Erkenntnissen waren auch die Grundlagen erschlossen, um praktischen Gebrauch von der Kernenergie machen zu können, etwa in Form von Kernkraftwerken oder Kernwaffen. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurde aber auch die Notwendigkeit immer deutlicher, die Gestalt der Elementarteilchen gründlich zu erforschen, um den grundlegenden Aufbau der Atomkerne verstehen zu können. 3 EINTEILUNG Höhenstrahlung Höhenstrahlung sichtbar gemacht: Ein Partikel der hochenergetischen Teilchen- und Photonenstrahlung aus dem Weltall ist mit einem Kern auf einem Spezialfilm kollidiert und hat ihn zersprengt. Powell-Fowler-Perkins/Photo Researchers, Inc. Heute sind mehrere hundert Elementarteilchen experimentell bekannt. Sie lassen sich in verschieden große Klassen einteilen. Hadronen und Leptonen sind nach der Kraftwechselwirkung klassifiziert, der sie unterliegen (siehe weiter unten). Die Übertragung dieser Kräfte oder Wechselwirkungen erfolgt über eine weitere Art von Teilchen, die so genannten Boten- oder Austauschteilchen. Beispiele hierfür wären die so genannten Eichbosonen (siehe begleitende Tabelle). Protonen und Neutronen sind die Grundbestandteile von Atomkernen, die wiederum zusammen mit Elektronen Atome bilden. Photonen stellen die Einheit der elektromagnetischen Strahlung dar, wobei das Spektrum u. a. von den Radiowellen, über das sichtbare Licht bis hin zu den Röntgenstrahlen (siehe Röntgenstrahlung) reicht. Ein freies, also nicht in einem Kern gebundenes Neutron ist nicht stabil, sondern zerfällt in drei Einheiten: in ein Proton, ein Elektron und in ein Antielektronneutrino (siehe Neutrino). Dieser Vorgang lässt sich durch folgende Gleichung wiedergeben: n ->p + e + ?e Das frei...

« konnte 1955 von den amerikanischen Physikern Owen Chamberlain und Emilio Segrè nachgewiesen werden.

Inzwischen weiß man, dass Diracs Vorhersage für alleElementarteilchen gültig ist, wobei es aber auch solche wie das Photon gibt, die selbst ihr eigenes Antiteilchen sind.

In der physikalischen Notation ist es üblich, die Symbolefür Antiteilchen mit einem Querbalken zu versehen, und man schreibt etwa  e für das Antiteilchen zu ve. Weiterhin ist es üblich, Teilchen auch nach dem Betrag ihrer Spins (Eigendrehimpulse) einzuteilen.

Diese Einteilung findet Anwendung auf Bosonen und Fermionen, wobeider Spin von Bosonen ein ganzzahliges Vielfaches, der Spin von Fermionen dagegen ein halbzahliges und ungerades Vielfaches einer bestimmten Naturkonstanten beträgt. 4 WECHSELWIRKUNGEN Elementarteilchen üben Kräfte aufeinander aus, und es werden ständig neue gebildet sowie paarweise vernichtet.

Diese Kraftwirkungen und die Vorgänge der Erzeugungund Paarvernichtung hängen miteinander zusammen und werden zusammenfassend Wechselwirkungen genannt.

Vier Arten der Wechselwirkung sind bekannt: Die starke Wechselwirkung ist die Stärkste von diesen Arten.

Sie hält beispielsweise Protonen und Neutronen zusammen und ermöglicht auf diese Weise den Aufbau vonAtomkernen.

Die darauf folgende Wechselwirkung ist die elektromagnetische Wechselwirkung.

Diese Kraft ist in erster Linie dafür verantwortlich, in Atomen oder Molekülendie Elektronen an die Atomkerne zu binden.

Die elektromagnetische Wechselwirkung ist deshalb von so großer praktischer Bedeutung, weil bei allen chemischen Reaktioneneine Umstrukturierung der elektromagnetischen Bindungen von Elektronen an Kerne erfolgt.

Erheblich schwächer ist die so genannte schwache Wechselwirkung, die denradioaktiven Zerfall von Atomen steuert.

In den Jahren von 1896 bis 1898 beobachteten und entdeckten die französischen Physiker und Chemiker Antoine H.

Becquerel,Pierre Curie und Marie Curie das Phänomen der Radioaktivität.

Die Gravitationswechselwirkung schließlich ist zwar die schwächste von allen, ist aber in vielen Belangen vonsehr weit reichender Bedeutung. 5 ERHALTUNGSSÄTZE Die Dynamik der Wechselwirkungen unter Elementarteilchen lässt sich anhand von Bewegungsgleichungen beschreiben, die Verallgemeinerungen der drei Newton’schenFundamentalsätze der Dynamik sind ( siehe Mechanik).

Diesen Sätzen zufolge können Energie, Impuls und Drehimpuls weder erzeugt noch vernichtet werden, diese bleiben erhalten.

Jede dieser physikalischen Größen kann in jede andere überführt werden, die Gesamtenergie wird jedoch unveränderlich erhalten, ist also stets konstant.

DieseErhaltungssätze behalten für Elementarteilchen ihre volle Gültigkeit, doch kommen weitere Erhaltungssätze hinzu, die erst entdeckt wurden und die entscheidende Rollenfür Aufbau und Wechselwirkungen von Kernen und Elementarteilchen spielen. 5.1 Symmetrie und Quantenzahlen Bis zu Beginn des 20.

Jahrhunderts wurden Symmetrieprinzipien in der Physik vor allem in der Kristallographie angewandt.

Mit dem zunehmenden Erfolg derQuantentheorie bei der Beschreibung des Atoms und atomarer Vorgänge fanden Physiker seit dem Jahr 1925, dass Symmetriebetrachtungen im Bereich der Atome undElementarteilchen zu Quantenzahlen und Auswahlregeln führten.

Quantenzahlen beschreiben atomare Zustände, und Auswahlregeln bestimmen Übergänge zwischenatomaren Zuständen.

Weil Quantenzahlen und Auswahlregeln zur Beschreibung atomarer und subatomarer Gegebenheiten unerlässlich sind, nehmenSymmetriebetrachtungen eine Schlüsselposition in der Physik der Elementarteilchen ein. 5.2 Parität (P) Die meisten Symmetrieprinzipien sagen aus, dass ein bestimmtes Phänomen unverändert bleibt, wenn bestimmte Raumkoordinaten in bestimmter Weise geändert werden.Das Prinzip der Raumspiegelungssymmetrie, man spricht auch von Erhaltung der Parität P, besagt, dass alle Naturgesetze gültig bleiben, wenn für alle Teilchen die drei Raumkoordinaten x, y und z gespiegelt (allgemein an einem Punkt), d.

h.

ihre Vorzeichen umgekehrt werden, also - x, -y und - z (so genannte P-Symmetrie).

Bleibt durch diese Spiegelung der mathematische Ausdruck, mit dem sich das System beschreiben lässt, gleich, so spricht man von einer geraden bzw.

positiven Parität und ordnet demSystem die Paritätsquantenzahl +1 zu.

In diesem Fall geht das System durch die Operation in sich selbst über.

Ändert sich dagegen durch die Operation das Vorzeichen desmathematischen Ausdruckes, so liegt eine ungerade bzw.

negative Parität vor – hier wäre die Paritätsquantenzahl -1 zuzuordnen.

In letzterem Fall würde das System also insein Inverses übergehen. 5.3 Ladungsumkehr (C) Bei der Ladungsumkehr C (auch Ladungskonjugation) gehen die Teilchen des beobachteten Systems durch die oben beschriebene Spiegelung in ihre Antiteilchen über (so genannte C-Symmetrie).

Bei diesem Vorgang ändern sich lediglich die Vorzeichen von elektrischem sowie magnetischem Moment.

Die anderen Größen wie Masse, Spin undLebensdauer bleiben von der Konjugation unberührt. 5.4 Zeitumkehr (T) Die Definition des Symmetrieprinzips der Zeitumkehr T ist ähnlich, d.

h., Naturgesetze behalten ihre Gültigkeit, egal ob die Zeit vorwärts oder rückwärts verläuft (so genannte T-Symmetrie).

Hierbei ändern sich durch die Spiegelung die Vorzeichen der Bewegungsgrößen aller in dem betreffenden System enthaltenen Komponenten. 5.5 Symmetrie und Stärke von Wechselwirkungen Man weiß, dass die verschiedenen Symmetrien, die bei den vier Wechselwirkungen zu beobachten sind, ziemlich verschieden voneinander sind.

Vor 1957 glaubte man, dassdie Symmetrie der Raumspiegelung (auch Paritätserhaltung) bei allen Wechselwirkungen auftritt.

Im Jahr 1956 zeigten die chinesisch-amerikanischen Physiker Tsung-DaoLee und Chen-Ning Yang (beide erhielten 1957 den Nobelpreis für Physik), dass bis dahin die Gültigkeit der Paritätserhaltung nicht für die schwache Wechselwirkunguntersucht wurde und schlugen mehrere Experimente hierzu vor.

Eines davon wurde im darauf folgenden Jahr von der chinesisch-amerikanischen Physikerin Chien-ShiungWu und ihren Mitarbeitern mit dem Ergebnis ausgeführt, dass die schwache Wechselwirkung keine Paritätserhaltung zeigt.

Eine Folge war die Entdeckung, dass die bei derschwachen Wechselwirkung erzeugten Teilchen eine „Händigkeit” zeigen, d.

h.

eine feste Beziehung zwischen ihrem Eigendrehimpuls und ihrer Bewegungsrichtung.Insbesondere die Neutrinos ve und vµ, die nur an der schwachen Wechselwirkung und der Gravitation teilnehmen, haben stets einen „linkshändigen” Eigendrehimpuls, d.

h., die Richtung des Spins zeigt entgegen der Richtung der Fortbewegung – in der Physik spricht man in diesem Fall auch von der Helizität. Im Lauf der Zeit beobachtete man neben Prozessen die den aufgestellten Symmetrien folgten allerdings auch solche Abläufe, die diese Symmetrien verletzten.

Ein Beispielhierfür sind die Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die so genannte CP-Symmetrie, die Forscher am Brookhaven National Laboratory (New York) im September 1997beobachten konnten.

(Die Kombination von Paritäts- und Ladungsumkehr fasst man in der Physik häufig unter dem Begriff CP-Symmetrie zusammen.) Als Forschungsobjektwählten die Physiker instabile Elementarteilchen aus der Familie der Mesonen, die so genannten Kaonen.

Sie zerfallen innerhalb eines Zehnmilliardstels einer Sekunde.

Aberden Ergebnissen zufolge läuft der Zerfall geladener Kaonen auf andere Art und Weise ab als bei den Antikaonen.

Dieses ungewöhnliche Wechselspiel dürfte es nach denfrüheren Vorstellungen eigentlich nicht geben, denn es verletzt die CP-Symmetrieregeln.. »

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