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Trinidad und Tobago - geographie.

Publié le 06/06/2013

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Trinidad und Tobago - geographie. 1 EINLEITUNG Trinidad und Tobago, Republik innerhalb des Commonwealth of Nations, welche die südlichsten Inseln im Karibischen Meer umfasst. Neben Trinidad und Tobago gehören zum Staatsgebiet sechs kleinere Inseln vor der Küste Venezuelas. Trinidad liegt der Mündung des Orinoco nördlich gegenüber und wird durch den Golf von Paria von der südamerikanischen Küste getrennt. Tobago befindet sich 32 Kilometer nordöstlich von Trinidad. Die Gesamtfläche des Staates beträgt 5 128 Quadratkilometer. Die Fläche Trinidads umfasst davon rund 4 800 Quadratkilometer; auf Trinidad liegt Port of Spain, die Hauptstadt des Landes. Tobago hat eine Fläche von circa 300 Quadratkilometern; die größte Stadt der Insel ist Scarborough. 2 LAND Die beiden Inseln Trinidad und Tobago waren noch während der letzten Eiszeit mit dem südamerikanischen Kontinent verbunden. Erst mit dem folgenden Anstieg des Meeresspiegels wurden sie vor etwa 7 500 Jahren zu Inseln. 2.1 Physische Geographie Drei markante Bergketten durchziehen Trinidad von Westen nach Osten. In der nördlichsten Kette befindet sich der Cerro del Aripo, der mit 940 Metern höchste Berg des Antillenstaates. Im Norden reicht das Bergland bis an die Küste. Zwischen den Gebirgszügen breitet sich Tiefland aus, das an einigen Stellen versumpft ist. Im Südwesten von Trinidad liegt der berühmte, 42 Hektar große Pitch Lake, aus dem große Mengen Asphalt gewonnen werden. Die Insel Tobago ist vulkanischen Ursprungs; im Wesentlichen handelt es sich um eine einzige Gebirgsmasse, die eine maximale Höhe von 550 Metern erreicht. 2.2 Klima Entsprechend der geographischen Lage ist das Klima von Trinidad und Tobago tropisch und steht unter dem Einfluss des Passats. Die mittleren Monatstemperaturen liegen ganzjährig um 25 °C, die Jahresniederschläge erreichen an windexponierten Gebirgshängen maximale Werte von etwa 3 500 Millimetern, im Tiefland von circa 1 200 Millimetern. Die Niederschläge sind nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt, sondern fallen überwiegend zur Regenzeit, die hier von Juni bis Dezember dauert. 2.3 Flora und Fauna Trinidad und Tobago zeichnen sich durch eine überaus vielfältige Flora und Fauna aus. Dies gilt auch für die Unterwasserwelt der ausgedehnten Korallenriffe. Die Inseln verfügen über große Bestände an tropischem Regenwald und Mangrovengebieten. Trotz hoher Entwaldungsraten von jährlich 1 bis 2 Prozent ist immer noch etwa ein Drittel der Landesfläche bewaldet. Insgesamt stehen 1,8 Prozent (2007) der Landesfläche unter Naturschutz. Es wurden über 400 Vogelarten nachgewiesen, mehr als 600 Schmetterlingsarten und über 700 Orchideenarten. Zur Avifauna (Vogelwelt) gehören u. a. der Scharlachsichler (ein Ibisvogel) als Nationalvogel Trinidads, der Amerika-Schlangenhalsvogel, die Feenseeschwalbe, der Jungferntrogon, der zu den Eisvögeln gehörende Grünfischer und Kolibris wie der häufig anzutreffende Moskitokolibri. Ein besonders auffallendes Insekt ist der riesige Herkuleskäfer. 3 BEVÖLKERUNG Das Land hat etwa 1,05 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 204 Einwohnern pro Quadratkilometer, die Lebenserwartung bei 67 Jahren. Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist sehr heterogen. Größte Bevölkerungsgruppen sind die Bewohner afrikanischer (43 Prozent) sowie indischer Abstammung (40 Prozent). Weitere ethnische Gruppen sind chinesischer, westeuropäischer und arabischer Herkunft. 3.1 Wichtige Städte Rund drei Viertel der Bewohner leben in Städten. Hauptstadt ist Port of Spain (etwa 55 000 Einwohner). Weitere wichtige Städte sind San Fernando (55 800 Einwohner) und Arima (24 900 Einwohner). 3.2 Sprache und Religion Amtssprache in Trinidad und Tobago ist Englisch. Minderheitensprachen sind Französisch, Spanisch, Hindi, Chinesisch und die Kreolsprache Patois. Etwa drei Fünftel der Bevölkerung sind Christen, die sich überwiegend zum Katholizismus bekennen, stärkste protestantische Gemeinschaft sind die Anglikaner. Hindus und Muslime stellen mit 25 bzw. 6 Prozent der Bevölkerung die größten nichtchristlichen Glaubensgemeinschaften. 4 BILDUNG UND KULTUR Die Ausbildung in Trinidad und Tobago ist kostenfrei, und für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren besteht Schulpflicht. Für die höhere Bildung gibt es pädagogische Hochschulen, technische Hochschulen und die University of the West Indies, auf deren Trinidad-Tobago-Campus in Saint Augustine auf Trinidad (gegründet 1960) die Fakultäten Kunst, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Erziehung, Landwirtschaft, Medizin und Ingenieurwissenschaften zu finden sind. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 98,2 Prozent (2000). In Trinidad und Tobago erscheinen drei unabhängige Tageszeitungen mit Auflagen um 45 000. Es gibt drei Radiostationen und zwei Fernsehsender. 5 VERWALTUNG UND POLITIK Gemäß der Verfassung von 1976 ist Trinidad und Tobago eine Präsidialrepublik im Commonwealth of Nations. Der Staat gliedert sich verwaltungsmäßig in neun Regionen, drei Bezirke, zwei Städte sowie Tobago, das über begrenzte Autonomie und ein eigenes Parlament verfügt. An der Spitze des Staates steht der Präsident, der jeweils für fünf Jahre von einem mit Mitgliedern beider Parlamentskammern besetzten Wahlkollegium gewählt wird. Das Parlament besteht aus dem Repräsentantenhaus, dessen 41 Mitglieder ebenfalls für jeweils fünf Jahre gewählt werden, und dem 31-köpfigen Senat, dessen Mitglieder u. a. auf Vorschlag des Premierministers vom Präsidenten ernannt werden. Seit 1980 verfügt Tobago über ein eigenes Parlament mit 15 Mitgliedern. Die beiden wichtigsten Parteien sind das konservative People's National Movement (PNM) und der United National Congress (UNC). 6 WIRTSCHAFT Der wichtigste Wirtschaftszweig von Trinidad und Tobago ist die Förderung von Erdgas und Erdöl sowie die Erzeugung petrochemischer Produkte; Mineralöl und Erzeugnisse der Petrochemie machen über 40 Prozent des gesamten Exportvolumens aus. Der Inselstaat gehört mittlerweile zu den weltweit bedeutenden Exporteuren von Flüssiggas. Kehrseite der Medaille sind allerdings die Belastungen der Umwelt (vor allem auf Trinidad) durch die Öl- und Gaswirtschaft. Um das Land von der Abhängigkeit vom Erdöl- und Erdgassektor zu lösen, förderten die Regierungen zur Diversifikation der Wirtschaft auch andere Wirtschaftszweige, wie etwa die Eisen- und Stahlindustrie und die Leichtindustrie, aber auch den Tourismus und den Banken- und Finanzsektor. Allein der Tourismussektor erwirtschaftet rund ein Fünftel des Bruttosozialprodukts und ist noch ausbaufähig. In der Agrarwirtschaft des Landes stehen u. a. der Anbau von Zuckerrohr, Kakao, Südfrüchten, Gemüse und Tabak sowie die Viehzucht im Mittelpunkt. Ein Teil davon (u. a. lebende Nutztiere, Tabak) ist für den Export bestimmt. Ein Großteil des Zuckerrohrs wird zur Erzeugung von Rum verwendet. Die Landwirtschaft bindet 7 Prozent der Arbeitskräfte, 64 Prozent sind im Dienstleistungssektor und 28 Prozent in der Industrie beschäftigt (2002). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 18 Milliarden US-Dollar (2006; Dienstleistungen 37,7 Prozent, Industrie 61,7 Prozent, Landwirtschaft 0,6 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 13 652,40 US-Dollar. Die Währungseinheit ist der Trinindad-und-Tobago-Dollar, der aus 100 Cents besteht. 7 GESCHICHTE Christoph Kolumbus landete am 31. Juli 1498 während seiner dritten Seereise auf Trinidad. Damals wurde die Insel von den Igneri, einem Arawak-Volk, bewohnt, die eine einfache Form der Landwirtschaft betrieben, sowie von Kariben, die Sammler waren. Auf Tobago, das Kolumbus ebenfalls 1498 entdeckte, lebten Kariben. 7.1 Kolonialherrschaft In der Folgezeit kolonisierte Spanien - zunächst gegen den heftigen Widerstand der Indigenen - die Insel und setzte 1532 einen Gouverneur zu ihrer Verwaltung ein. Innerhalb kurzer Zeit wurde die indigene Bevölkerung durch Gewalt und eingeschleppte Krankheiten sowie Vertreibung nahezu völlig ausgerottet; für die Arbeit auf den ab dem frühen 18. Jahrhundert angelegten Kakao- und Zuckerrohrplantagen wurden daher Sklaven aus Afrika importiert. Zur Zeit der Französischen Revolution kamen viele französische Familien von Haïti und anderen Westindischen Inseln nach Trinidad. Im Februar 1797 wurde die Insel von Briten erobert, und 1802 kam sie durch den Frieden von Amiens offiziell an Großbritannien. 1834 wurde in den britischen Gebieten die Sklaverei abgeschafft, woraufhin als Ersatz für die Plantagensklaven indische Kontraktarbeiter auf die Insel geholt wurden; bis 1917 waren es etwa 150 000. Tobago war seit Kolumbus' Landung nacheinander in spanischem, britischem und holländischem Besitz und kam schließlich an Frankreich, das die Insel aber 1814, am Ende der Napoleonischen Kriege, ebenfalls an Großbritannien abtreten musste. 1889 wurden Trinidad und Tobago verwaltungsmäßig zusammengeschlossen und in eine Kronkolonie umgewandelt. 7.2 Unabhängigkeit Ab 1958 war Trinidad und Tobago Teil der von Großbritannien aus seinen karibischen Kolonien geschaffenen Westindischen Föderation, die jedoch 1962 wieder zerbrach. Am 31. August 1962 wurde Trinidad und Tobago ein unabhängiger Staat im Commonwealth of Nations, und 1967 trat es der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) bei. 1968 gründete Trinidad und Tobago zusammen mit anderen englischsprachigen karibischen Staaten das Karibische Freihandelsgebiet (CARIFTA), das 1973 durch die Organisation Karibische Gemeinschaft und Gemeinsamer Markt (CARICOM) ersetzt wurde. Seit der Unabhängigkeit des Staates 1962 führte bis 1986 das People's National Movement (PNM) die Regierung; Premierminister war bis 1981 Eric Williams, der bereits seit 1956 als Regierungschef amtierte. 1970 brachen schwere Rassenunruhen zwischen Indischstämmigen und Afrokariben aus, die die Regierung Williams gewaltsam niederschlagen ließ; für zwei Jahre, von 1970 bis 1972, wurde der Ausnahmezustand verhängt. 7.3 Die Republik Trinidad und Tobago Seit den frühen siebziger Jahren profitierte Trinidad und Tobago vom Erdölboom; das Land wurde dank seiner ergiebigen Ölfelder zum drittgrößten Erdölexporteur Amerikas. Trotzdem litt das Land unter einer hohen Arbeitslosigkeit und einer Inflationsrate von zeitweise sogar über 20 Prozent. Mit umfangreichen Streiks und ähnlichen Maßnahmen protestierten vor allem die Beschäftigten der Erdöl- und der Zuckerindustrie, aber auch andere Arbeiter gegen die verfehlte Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung Williams. 1976 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die das Land in eine Republik umwandelte, ohne es jedoch aus dem Commonwealth zu lösen. Die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung im September 1976 gewann erneut das PNM, Williams wurde im Amt bestätigt. In der Folgezeit kam es erneut immer wieder zu gewalttätigen, vor allem von Afrokariben initiierten Auseinandersetzungen. Nach Williams' Tod 1981 wurde Landwirtschaftsminister George Chambers zum Premierminister und Vorsitzenden des PNM gewählt. Bei den Wahlen 1986 erlangte das Oppositionsbündnis National Alliance for Reconstruction (NAR) unter Arthur Napoleon Robinson 33 von 36 Sitzen im Repräsentantenhaus; Robinson wurde Premierminister. Seine Regierung führte umfangreiche Reformen durch, um die Rezession und ihre Begleiterscheinungen, die durch die fallenden Weltmarktpreise für Erdöl ausgelöst worden war, zu bekämpfen. Im Juli 1990 unternahmen militante Muslime einen Putschversuch gegen Robinson, sprengten das Polizeihauptquartier in die Luft, besetzten mehrere Tage lang das Parlamentsgebäude und nahmen Robinson und andere Regierungsbeamte als Geiseln. Die Armee befreite die Geiseln und schlug den Putsch nieder. Die Wahlen vom Dezember 1991 gewann erneut das PNM, und ihr Vorsitzender Patrick Manning wurde Premierminister. Nach den Wahlen vom November 1995 wurde seine Regierung jedoch wieder abgelöst, und zwar von einem Bündnis aus United National Congress (UNC) und NAR mit Basdeo Panday (UNC) als Premierminister. Die Wahlen vom Dezember 2000 bestätigten die bestehenden Mehrheitsverhältnisse. Nach dem Rücktritt von drei der Korruption verdächtigten Ministern wurden im Dezember 2001 vorgezogene Neuwahlen durchgeführt, bei denen die beiden großen Parteien PNM und UNC jeweils 18 Sitze gewannen. Das Amt des Regierungschefs übernahm erneut Patrick Manning; da er sich aber auf keine Mehrheit im Parlament stützen konnte, stagnierte die innenpolitische Entwicklung. Im August 2002 löste Manning das Parlament auf. Bei den vorgezogenen Wahlen vom 7. Oktober erreichte das PNM mit 20 Sitzen die absolute Mehrheit, der UNC kam auf 16 Mandate; Premierminister blieb Manning. Die Wahlen vom November 2007 verschoben die Mehrheitsverhältnisse noch ein Stück zugunsten des PNM, das 26 Sitze gewann; die restlichen der nun insgesamt 41 Sitze gingen an den UNC. Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

« der Petrochemie machen über 40 Prozent des gesamten Exportvolumens aus.

Der Inselstaat gehört mittlerweile zu den weltweit bedeutenden Exporteuren von Flüssiggas.Kehrseite der Medaille sind allerdings die Belastungen der Umwelt (vor allem auf Trinidad) durch die Öl- und Gaswirtschaft. Um das Land von der Abhängigkeit vom Erdöl- und Erdgassektor zu lösen, förderten die Regierungen zur Diversifikation der Wirtschaft auch andere Wirtschaftszweige, wieetwa die Eisen- und Stahlindustrie und die Leichtindustrie, aber auch den Tourismus und den Banken- und Finanzsektor.

Allein der Tourismussektor erwirtschaftet rund einFünftel des Bruttosozialprodukts und ist noch ausbaufähig. In der Agrarwirtschaft des Landes stehen u.

a.

der Anbau von Zuckerrohr, Kakao, Südfrüchten, Gemüse und Tabak sowie die Viehzucht im Mittelpunkt.

Ein Teil davon (u.

a.lebende Nutztiere, Tabak) ist für den Export bestimmt.

Ein Großteil des Zuckerrohrs wird zur Erzeugung von Rum verwendet.

Die Landwirtschaft bindet 7 Prozent derArbeitskräfte, 64 Prozent sind im Dienstleistungssektor und 28 Prozent in der Industrie beschäftigt (2002). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 18 Milliarden US-Dollar (2006; Dienstleistungen 37,7 Prozent, Industrie 61,7 Prozent, Landwirtschaft 0,6 Prozent); daraus ergibt sichein BIP pro Einwohner von 13 652,40 US-Dollar.

Die Währungseinheit ist der Trinindad-und-Tobago-Dollar, der aus 100 Cents besteht. 7 GESCHICHTE Christoph Kolumbus landete am 31.

Juli 1498 während seiner dritten Seereise auf Trinidad.

Damals wurde die Insel von den Igneri, einem Arawak-Volk, bewohnt, die eineeinfache Form der Landwirtschaft betrieben, sowie von Kariben, die Sammler waren.

Auf Tobago, das Kolumbus ebenfalls 1498 entdeckte, lebten Kariben. 7.1 Kolonialherrschaft In der Folgezeit kolonisierte Spanien – zunächst gegen den heftigen Widerstand der Indigenen – die Insel und setzte 1532 einen Gouverneur zu ihrer Verwaltung ein.Innerhalb kurzer Zeit wurde die indigene Bevölkerung durch Gewalt und eingeschleppte Krankheiten sowie Vertreibung nahezu völlig ausgerottet; für die Arbeit auf den abdem frühen 18.

Jahrhundert angelegten Kakao- und Zuckerrohrplantagen wurden daher Sklaven aus Afrika importiert.

Zur Zeit der Französischen Revolution kamen vielefranzösische Familien von Haïti und anderen Westindischen Inseln nach Trinidad.

Im Februar 1797 wurde die Insel von Briten erobert, und 1802 kam sie durch den Friedenvon Amiens offiziell an Großbritannien.

1834 wurde in den britischen Gebieten die Sklaverei abgeschafft, woraufhin als Ersatz für die Plantagensklaven indischeKontraktarbeiter auf die Insel geholt wurden; bis 1917 waren es etwa 150 000. Tobago war seit Kolumbus’ Landung nacheinander in spanischem, britischem und holländischem Besitz und kam schließlich an Frankreich, das die Insel aber 1814, am Endeder Napoleonischen Kriege, ebenfalls an Großbritannien abtreten musste.

1889 wurden Trinidad und Tobago verwaltungsmäßig zusammengeschlossen und in eineKronkolonie umgewandelt. 7.2 Unabhängigkeit Ab 1958 war Trinidad und Tobago Teil der von Großbritannien aus seinen karibischen Kolonien geschaffenen Westindischen Föderation, die jedoch 1962 wieder zerbrach.Am 31.

August 1962 wurde Trinidad und Tobago ein unabhängiger Staat im Commonwealth of Nations, und 1967 trat es der Organisation der Amerikanischen Staaten(OAS) bei.

1968 gründete Trinidad und Tobago zusammen mit anderen englischsprachigen karibischen Staaten das Karibische Freihandelsgebiet (CARIFTA), das 1973 durchdie Organisation Karibische Gemeinschaft und Gemeinsamer Markt (CARICOM) ersetzt wurde. Seit der Unabhängigkeit des Staates 1962 führte bis 1986 das People’s National Movement (PNM) die Regierung; Premierminister war bis 1981 Eric Williams, der bereits seit 1956 als Regierungschef amtierte.

1970 brachen schwere Rassenunruhen zwischen Indischstämmigen und Afrokariben aus, die die Regierung Williams gewaltsamniederschlagen ließ; für zwei Jahre, von 1970 bis 1972, wurde der Ausnahmezustand verhängt. 7.3 Die Republik Trinidad und Tobago Seit den frühen siebziger Jahren profitierte Trinidad und Tobago vom Erdölboom; das Land wurde dank seiner ergiebigen Ölfelder zum drittgrößten Erdölexporteur Amerikas.Trotzdem litt das Land unter einer hohen Arbeitslosigkeit und einer Inflationsrate von zeitweise sogar über 20 Prozent.

Mit umfangreichen Streiks und ähnlichen Maßnahmenprotestierten vor allem die Beschäftigten der Erdöl- und der Zuckerindustrie, aber auch andere Arbeiter gegen die verfehlte Wirtschafts- und Sozialpolitik der RegierungWilliams. 1976 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die das Land in eine Republik umwandelte, ohne es jedoch aus dem Commonwealth zu lösen.

Die ersten Wahlen unter derneuen Verfassung im September 1976 gewann erneut das PNM, Williams wurde im Amt bestätigt.

In der Folgezeit kam es erneut immer wieder zu gewalttätigen, vor allemvon Afrokariben initiierten Auseinandersetzungen.

Nach Williams’ Tod 1981 wurde Landwirtschaftsminister George Chambers zum Premierminister und Vorsitzenden desPNM gewählt.

Bei den Wahlen 1986 erlangte das Oppositionsbündnis National Alliance for Reconstruction (NAR) unter Arthur Napoleon Robinson 33 von 36 Sitzen im Repräsentantenhaus; Robinson wurde Premierminister.

Seine Regierung führte umfangreiche Reformen durch, um die Rezession und ihre Begleiterscheinungen, die durchdie fallenden Weltmarktpreise für Erdöl ausgelöst worden war, zu bekämpfen.

Im Juli 1990 unternahmen militante Muslime einen Putschversuch gegen Robinson, sprengtendas Polizeihauptquartier in die Luft, besetzten mehrere Tage lang das Parlamentsgebäude und nahmen Robinson und andere Regierungsbeamte als Geiseln.

Die Armeebefreite die Geiseln und schlug den Putsch nieder. Die Wahlen vom Dezember 1991 gewann erneut das PNM, und ihr Vorsitzender Patrick Manning wurde Premierminister.

Nach den Wahlen vom November 1995 wurde seineRegierung jedoch wieder abgelöst, und zwar von einem Bündnis aus United National Congress (UNC) und NAR mit Basdeo Panday (UNC) als Premierminister.

Die Wahlen vom Dezember 2000 bestätigten die bestehenden Mehrheitsverhältnisse.

Nach dem Rücktritt von drei der Korruption verdächtigten Ministern wurden im Dezember 2001vorgezogene Neuwahlen durchgeführt, bei denen die beiden großen Parteien PNM und UNC jeweils 18 Sitze gewannen.

Das Amt des Regierungschefs übernahm erneutPatrick Manning; da er sich aber auf keine Mehrheit im Parlament stützen konnte, stagnierte die innenpolitische Entwicklung.

Im August 2002 löste Manning das Parlamentauf.

Bei den vorgezogenen Wahlen vom 7.

Oktober erreichte das PNM mit 20 Sitzen die absolute Mehrheit, der UNC kam auf 16 Mandate; Premierminister blieb Manning.Die Wahlen vom November 2007 verschoben die Mehrheitsverhältnisse noch ein Stück zugunsten des PNM, das 26 Sitze gewann; die restlichen der nun insgesamt 41 Sitzegingen an den UNC. Microsoft ® Encarta ® 2009. © 1993-2008 Microsoft Corporation.

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